
Die Blasformmaschine arbeitet zwar, doch die Präformen werden immer noch nicht gleichmäßig erhitzt. Man sieht, wie die dünnen Wände Blasen bilden, während die „Schultern“ der Präform weiterhin kalt bleiben. Die Presse versucht weiterhin, einen stabilen Arbeitszyklus zu finden. Das Problem liegt nicht im Ausgangsleistungsniveau – sondern in der Wärmeaufnahme. Wenn die Präform die Energie nicht effizient aufnehmen kann, kämpft die Heizanlage gegen sich selbst, und man verschwendet somit Energie und Zeit umsonst.
Was technisch wichtig ist:
Wir verwenden Infrarotheizung für PET-Präformen – dabei wird die Spektralausbeute so gewählt, dass sie zur Absorptionseigenschaft des PETs passt. Zudem sorgt die spezielle Geometrie der Lampen dafür, dass die Energie direkt in die Präform gelangt, nicht in den Maschinenrahmen. Jede Lampe hat eine Leistung von 1.000–3.000 Watt; sie verfügt außerdem über Standard-R7-Anschlüsse sowie Kompatibilität mit 100–240 V. Dadurch können die Lampen direkt in die vorhandenen Heizsysteme in Maschinen von Sidel, Krones, SIPA, Husky, SACMI und Nissei ASB eingebaut werden. Reflektoren sorgen dafür, dass das Licht gezielt auf den Hals und den Rest der Präform gerichtet wird – dadurch wird überschüssige Wärme vermieden und die Temperatur der Lampe bleibt niedrig.
Warum das funktioniert:
Durch die effektive Wärmeaufnahme ergeben sich zwei Vorteile: Die Präform erreicht schnell die gewünschte Temperatur, sodass der Ofenbereich verkürzt werden kann und die Gesamtlaufzeit reduziert wird. Zudem verringert sich die Temperaturschwankung, die Form der Präform bleibt gleichmäßig und die Qualität der Flaschen verbessert sich. Bei derselben Produktionsgeschwindigkeit konnte die Heizzeit um 10–20 % reduziert werden – außerdem gab es weniger Defekte aufgrund von Kristallbildung oder ungleicher Wandstärke. Der Energieverbrauch sinkt, da die Lampen mehr nützliche Energie pro Watt liefern. Zudem hilft das kühlere Heizsystem dabei, die Lebensdauer der Komponenten zu verlängern.
Was man beachten sollte:
Die Installation der Lampen ist einfach – sie müssen nur in die entsprechenden Halterungen eingesetzt werden. Doch der eigentliche Vorteil entsteht durch die Anpassung des Heizprofils. Beginnen Sie damit, die Temperaturverteilung entlang der Länge der Präform zu messen, anschließend passen Sie die Leistungsstufen der Lampen sowie die Zeit ein, die sie eingeschaltet bleiben. Ein Nachteil: Wenn der Heizkanal zu schmal ist, wird das Licht zu stark konzentriert – in diesem Fall muss man die Leistung etwas reduzieren, um Hotspots zu vermeiden. Wir bieten voreingestellte Kurven für gängige Präformgewichte und -farben an. Zudem sollten die Reflektoren alle zwei Wochen auf Sauberkeit überprüft werden.