
So stellt man die Heizleistung der Sidel Combi SF300 richtig ein
Das Problem beim Austausch der Originallampen in einer Sidel Matrix oder Combi SF300 liegt nicht im eigentlichen Einbau – das größte Problem ist vielmehr die Temperatur. Wenn die neuen Lampen nicht genau dieselbe Temperaturkurve aufweisen wie die Originallampen, gibt es Probleme. Eine kleine Abweichung in der Leistung oder im spektralen Ausgangswert führt dazu, dass die PET-Flaschen nicht mehr die gewünschten Eigenschaften haben. Es entstehen Flaschen mit ungleichmäßigen Wänden oder einer störenden perlfarbenen Schicht. Niemand möchte so etwas in der Produktion sehen.
Die Spezifikationen entsprechend einstellen – ohne Probleme
Wir haben uns nicht einfach nur darum gekümmert, dass die Lampen die richtige Länge haben. Wir haben uns intensiv mit dem Verhältnis zwischen Spannung und Leistung beschäftigt. Warum? Weil wir wollten, dass der Wärmefluss genau dem der Originallamen entspricht. Da die elektrischen Anforderungen gleich bleiben, merken die Stromversorgungen und Controller nichts davon, dass etwas geändert wurde. Man kann die Lampen einfach einsetzen – ohne Neukalibrierung oder weitere Einstellungen. Die Maschine erkennt einfach die erwartete Belastung und kann weiterarbeiten.
Das Geheimnis liegt im Glas
Wir verwenden hochreines Quarzglas mit einer bestimmten Halogenmischung. Dadurch wird die Kurzwellen-Infrarotstrahlung optimal gesteuert. Für die Herstellung von PET-Flaschen ist diese Kurzwellenstrahlung notwendig – sie dringt schnell durch das Plastik ein, sodass der Kern erhitzt werden kann, ohne dass die Oberfläche verbrannt wird. Zudem haben wir präzise passende Endkappen und Stecker verwendet – schließlich hat niemand Zeit, sich mit Funkenbildung an den Anschlüssen herumzuschlagen. Billige Lampen weisen oft „Kaltstellen“ auf – Stellen, an denen keine Wärme entsteht. Wir haben dieses Problem gelöst, indem wir die Toleranzen bei der Wicklung des Glühfadens verbessert haben. So ist die Wärme von einem Ende des Glases bis zum anderen gleichmäßig verteilt.
Ein paar praktische Tipps für die Produktion
Diese Lampen sind darauf ausgelegt, eine hohe Wärmestärke zu erzeugen – damit Sie die Produktionsgeschwindigkeit auf dem gewünschten Niveau halten können. Doch Vorsicht: Wenn die Lampen auf höchster Leistung laufen, wird die Belastung für die Belüftung des Ofens sehr hoch. Wenn die Absaugfilter mit Staub verstopft sind, sammelt sich Wärme um die Lampen herum. Das kann das Quarzglas zerstören – egal wie hoch dessen Qualität auch sein mag. Tun Sie sich selbst einen Gefallen: Überprüfen Sie jedes Mal, wenn Sie die Lampen austauschen, den Kühlstrom. Das dauert nur zwei Minuten – und erspart Ihnen somit einen vorzeitigen Verschleiß der Lampen.